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Wer später stirbt, ist länger arm – Steuern wir alle in die Altersarmut?

Jutta Schmitz,wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Duisburg-Essen, Institut für Soziologie
Datum:
Termin: 27.11.13 19:00

27.11.2013, 19 Uhr, Gemeindesaal Auferstehungskirche, Rudolf-Breitscheid-Str. 37

Jutta Schmitz,wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Duisburg-Essen, Institut für Soziologie

 Aktuell liegt das Renteneintrittsalter in Mittelfranken bei knapp unter 60 Jahren. 2011 betrugen die durchschnittlichen Renten in Mittelfranken lediglich 760 € im Monat. Rente muss jedoch fürs Leben reichen. Dies gewährleistet sie jedoch schon heute für viele nicht mehr. eine Situation, die sich noch verschärfen wird!

Von der prekären Beschäftigung direkt in die Altersarmut: Vor allem für MinijobberInnen sind die Aussichten auf dne Ruhestand düster. Ein Minijobber bekommt nach 45 Versicherungsjahren gerade einmal 140 € im Monat. Leiharbeit, Werkverträge, Scheinselbstständigkeit oder durch Befristungen erzwungene Erwerbsunterbrechungen ziehen Schneisen in die Erwerbsbiografien und damit auch in die Rentenansprüche.

Dabei ist eines klar: Ursache für Armutsrenten ist nicht die gesetzliche Rente sondern Rentenkürzungen, Rente mit 67 sowie zunehmende Niedriglöhne. Trotzdem steht die gesetzliche Rente unter Druck. Gefordert wird mehr private Vorsorge - ein Modell, welches in Zeiten der Finanzmarktkrise immer dubioser erscheint...