„Vergelt`s Gott“ - ehrenamtliche Projekte der Caritas geehrt

Erzbischof Dr. Schick würdigte ehrenamtliche Gruppen aus Pfarreien und Verbänden der Erzdiözese für Ihr Engagement und zeichnete sie mit dem Preis der erzbischöflichen „Stiftung für das Ehrenamt“ aus.
„Vollkommen ist der Christ, für den Gutes tun eine Selbstverständlichkeit ist“, zitierte Erzbischof Dr. Schick Papst Benedikt XVI. in seinem Grußwort im Bamberger Bistumshaus St. Otto. Um freiwilliges Engagement zu erhalten, ist Wertschätzung jedoch unerlässlich. Dies machte der Erzbischof bei der Auszeichnung am 12. Juli 2019 deutlich. Er überreichte insgesamt 14 Gruppen aus der gesamten Erzdiözese jeweils einen Scheck als Zeichen der Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement. Die bescheidene finanzielle Zuwendung sollte dabei ganz bewusst nicht den Projekten, sondern den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst zu Gute kommen.
Die 14 ausgezeichneten Projekte decken zahlreiche wichtige Bereiche der ehrenamtlichen Arbeit im Erzbistum ab. So engagieren sie sich im sozial-karitativen Bereich und der Liturgie. Außerdem bereichern sie die Erzdiözese durch ehrenamtlichen Einsatz mit dem Fokus auf Senioren, Jugend und Familien und schmücken Kirchenräume. Den geehrten Gruppen richtete der Erzbischof ein herzliches „Vergelt`s Gott“ aus.
Ehrenamtliche Gruppen der Caritas ausgezeichnet
Unter den ausgezeichneten Projekten machten sich zwei Engagements aus dem Caritasverband Fürth verdient. Die Ehrenamtlichen der Caritas „lassen den Glauben `handgreiflich` werden“, würdigte das Vorstandsmitglied der Stiftung Ehrenamt, Alfons Galster, deren Arbeit.
Besonders aufmerksam die „Not in ihrem Umfeld“ im Blick zu behalten, zeichne den Einsatz der Ehrenamtlichen aus, so Galster. Besonders deutlich wird dieser Einsatz beim Kooperationsprojekt „Zimmer frei?!“ von Caritas Fürth und Freiwilligen-Zentrum Fürth. Es bietet aktive Hilfe für geflohene Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Die sieben Ehrenamtlichen unterstützen seit 2017 Geflüchtete bei der Wohnungssuche, sind Vermittler zwischen Mieter, Vermieter und Behörden. Außerdem helfen sie bei Anträgen und Verständnisfragen zur Mülltrennung und Hausordnung. So will das Projekt Vorurteile abbauen und Toleranz fördern.
Eine zweite Einrichtung der Caritas in Fürth konnte mit seinem Einsatz überzeugen. Die 14 Ehrenamtlichen des „Kleiderladen Zeppelin 12“ verkaufen Kleiderspenden, Taschen und Heimtextilien für kleines Geld. Eine ältere Dame nimmt sogar kleine Näharbeiten an und hilft damit, Kleidung zu erhalten oder zu ändern. Die Einnahmen werden genutzt, um regionale Projekte für Geflüchtete zu unterstützen. Jedes Jahr wird damit aber auch in internationale Einsätze investiert. So konnte zum Beispiel eine Zeltschule im Libanon durch die Arbeit des karitativen Projekts mitfinanziert werden.
„Ohne die vielfältige Arbeit der freiwilligen Helfer wäre das Gemeindeleben um vieles ärmer“, sagte Erzbischof Schick bei der Auszeichnung. Diese Vielfalt zeigte sich auch in den weiteren geehrten Gruppen.

