Porto mit Herz – und diesmal auch mit Humor

Loriots Wohlfahrtsmarken 2011
Die Wohlfahrtsmarken 2011 lassen schmunzeln. Denn es sind Loriots Wohlfahrtsmarken. Vier trefflich bekannte Szenen hat der berühmte Vicco von Bülow alias Loriot aus seiner weiten Welt des Komischen ausgewählt und als Motive für die neue Wohlfahrtsmarken-Serie zur Verfügung gestellt. Wohl jeder kennt das nörgelnde Ehepaar beim Frühstücksei, die beiden knollennasigen Geschäftsleute in der Badewanne, den sprechenden Hund Bello und die beiden Besucher auf der Rennbahn. Mit der Loriot-Serie, die am 3. Januar erscheint, hat das Bundesfinanzministerium nach den „duften“ Obstmarken 2010 erneut einen philatelistischen Coup gelandet.
„Es ereignet sich Komik pur. Oder was ist es anderes als reine, geradezu an schönste Alberei grenzende Komik, wenn Loriot die Geschäftsleute Dr. Klöbner und Herrn Müller-Lüdenscheidt bei der versehentlich gemeinsamen Nutzung einer Hotelbadewanne beobachtet“, schreibt der Schriftsteller Patrick Süskind über „Loriot und das Komische“.
Den „Herren im Bad“ können Briefschreiber und –empfänger jetzt wiederbegegnen: auf einer der beiden Wohlfahrtsmarken mit dem Wert 55 + 25 Cent.
Erstmals wurde der Cartoon am 15. Juni 1978 in Loriot V gesendet. Die Herren Müller-Lüdenscheidt und Dr. Klöbner treffen versehentlich in der Badewanne aufeinander und diskutieren die Frage, ob nun die Ente zu Wasser gelassen wird oder nicht. Ob die Forderung „Die Ente bleibt draußen!“ durchgesetzt werden kann, bleibt offen.
Die Motive der Wohlfahrtsmarken 2011 sind sämtlich Original-Phasenzeichnungen aus Loriots Fernseharbeiten. Die älteste von ihnen ist „Auf der Rennbahn“, abgebildet auf der zweiten „55+25 Cent“-Marke. Der Zeichentrickfilm wurde erstmals am 2. Januar 1972 in der Folge „Cartoon 18“ ausgestrahlt. Die Cartoon-Sendungen wurden von 1967 und 1972 vom SDR Stuttgart (heute SWR) produziert. Sie hatten bis einschließlich Folge 14 den Untertitel „Ein Streifzug quer durch den gezeichneten Humor“. Sprecher dieses Films ist der Komiker und Kabarettist Wilhelm Bendow, dessen Satz „Wo laufen sie denn?“ mittlerweile Kultstatus erlangt hat.
Nach seinem Wechsel zu Radio Bremen im Jahr 1976 realisierte Vicco von Bülow dort als Regisseur, Autor und Hauptdarsteller die Reihe Loriot I-IV. Alle seine Figuren wurden von ihm selbst gesprochen.
„Das Frühstücksei“ war am 16. Mai 1977 in Loriot III zu sehen und ist es jetzt wieder auf der Marke zu 145 + 55 Cent. Der Wunsch des Ehemannes „Ich hätte nur gern ein weiches Ei und nicht ein zufällig weiches Ei!“ veranlasst seine Gattin letztlich zu der Feststellung: „Gott, was sind Männer primitiv!“, woraufhin der Gatte Mordgedanken hegt.
„Der sprechende Hund“ wird am 7. November 1977 in Loriot IV vorgestellt. Zunächst unter dem Arbeitstitel „Tierpädagogische Hochschule“, dann als „Bello, der sprechende Hund“ demonstriert Bello – mit Loriots Stimme – eindrucksvoll seine sprachlichen Fähigkeiten:„Ho Hoho ... ho ho ho hoho … ho ho hoho“. Nicht zu hören, aber immerhin zu sehen ist der sprechende Hund auf der Wohlfahrtsmarke mit dem Wert 45 + 20 Cent.
Der Zuschlagserlös aus dem Verkauf der Marken fließt in die soziale Arbeit der Wohlfahrtsverbände, unter ihnen der Caritas.
Die Wohlfahrtsmarken können bestellt werden beim: Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg, Frau Büttner, Obere Königstr. 4b, 96052 Bamberg, Tel. (0951) 8604-0, Fax (0951) 86 04-33 444, E-Mail: karin.buettner@caritas-bamberg.de.
Verkauft werden die Marken auch im Bamberger Freiwilligenzentrum CariThek, Obere Königstr. 4 a, 96052 Bamberg (neben der Stadtbibliothek). Außerdem sind sie bei Stadt- und Kreis-Caritasverbänden sowie einigen karitativen Einrichtungen und kirchlichen Dienststellen erhältlich.


