Herbstsammlung 2024
Pflegebedürftige und Angehörige im Blickpunkt
Pflege zuhause wird immer teurer
Mit den Spenden aus der Herbstsammlung 2024 will die Caritas den im April 2024 neu aufgelegten Fonds aufstocken. Der Bedarf ist groß, denn 84 Prozent der Pflegebedürftigen in Deutschland – immerhin über vier Millionen Menschen – werden zu Hause gepflegt. Michael Bischoff, geschäftsführender Vorstand des Fürther Caritasverbandes, rechnet vor, dass die Kosten in diesem Bereich in den letzten 10 Jahren um das Doppelte gestiegen sind: „Pflege entwickelt sich demzufolge mehr und mehr zu einer hochpreisigen Dienstleistung.“
Gleichzeitig gibt es immer mehr Betroffene, die mit dem stetigen Kostenanstieg nicht mehr Schritt halten und Pflegeleistungen nicht mehr aus eigener Kraft bezahlen können. Ziel ist es, mit dem Caritas-Fonds einkommensschwache, pflegebedürftige Menschen und deren pflegende Angehörige in der Pflege zu Hause zu unterstützen, zu entlasten und finanzielle Engpässe zu überbrücken. Die Hilfeleistungen umfassen aber nicht nur finanzielle Hilfen, sondern auch Beratung, entlastende Angebote oder das Organisieren von Selbsthilfegruppen.
Selbstständig im Alltag dank ambulanter Pflege
Die Caritas-Sozialstation in Fürth ermöglicht derzeit rund 110 Pflegebedürftigen den Verbleib in ihrem gewohnten Zuhause durch Pflege, Betreuung und hauswirtschaftliche Hilfen. "Wir unterstützen in vielen Fällen die pflegenden Angehörigen zuhause und helfen so, dass auch Pflegebedürftige ihren Alltag selbstständig gestalten können," sagt Michael Bischoff.
Nachdem die früher üblichen Haustürsammlungen mit Spendenbüchse auch wegen Corona inzwischen nur noch vereinzelt stattfinden, verteilen viele katholische Pfarreien auch zur Frühjahrssammlung wieder Flyer mit angehängtem Zahlschein. Spenden sind auch online unter www.caritas-fuerth.de möglich.