Caritasverband Fürth schließt Angehörigenberatung zum 31.12.23
Kirchensteuer-Einbruch zwingt zu hartem Schritt
Es gibt jedoch noch Hoffnung für die Ratsuchenden in Sachen Pflege: Damit die Beratung und auch die Alltagsunterstützung eventuell von einem anderen Träger fortgeführt werden kann, führt die Caritas aktuell Gespräche und hat auch ihre Hilfe dazu angeboten.
Pflegestützpunkt macht eigene Pflegeberatung überflüssig
Michael Bischoff, geschäftsführender Vorstand der Caritas, erklärt die Beweggründe: „Schon lange bitten die Wohlfahrtsverbände die Landespolitik darum, die Angehörigenberatung und Alltagsunterstützung über die Fachstellen besser auszustatten, da die hohen Eigenanteile auf Dauer nicht zu stemmen sind.“ Angesichts eines massiven Rückgangs der Kirchensteuermittel für 2024 muss die Caritas nun sparen, so Bischoff: „Bei nicht einmal 15.000 € öffentlichen Zuschüssen mussten wir schon bisher rund 30.000 € Eigenmittel aufwenden. Dafür fehlt uns nun schlicht das Geld.“
Vorstand und Aufsichtsrat der Caritas sahen auch die Perspektive für eine eigene Beratungsstelle nicht mehr gegeben: Der Kreisausschuss des Landkreises Fürth hatte im September 2023 beschlossen, die Eröffnung eines Pflegestützpunkts auch im Landkreis für 2025 vorzubereiten. Für die Caritas war damit klar, so der geschäftsführende Vorstand: „Wenn der Pflegestützpunkt im Landkreis kommt, können auch die meisten Anfragen der Pflegenden Angehörigen dort gut beantwortet werden.“