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Caritas Fürth eröffnet Kompetenzzentrum für Senioren

Paar im Alter zuhause
Datum:
Veröffentlicht: 11.10.12
Von:
Klaus-Stefan Krieger

Stützpunkt im Projektstandort St. Heinrich von "In der Heimat wohnen"

„Wir wollen nicht nur Beratungs-, sondern Kompetenzzentrum sein“, sagt Friederike Süß. Die Sozialpädagogin der Caritas Fürth betreut den Stützpunkt für Senioren in der Kaiserstraße 109, der am 13. Oktober offiziell eröffnet wird. Freilich, Beratung ist zunächst die Basis von Friederike Süß’ Tätigkeit. Der Stützpunkt ist Bestandteil des Projektstandortes St. Heinrich von „In der Heimat wohnen, Unter diesem Titel firmiert ein Modell barrierefreien Wohnens, das der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg und das kirchliche Wohnungsunternehmen Joseph-Stiftung entwickelt und inzwischen an rund 20 Orten verwirklicht haben.

„Wir wollen nicht nur Beratungs-, sondern Kompetenzzentrum sein“, sagt Friederike Süß. Die Sozialpädagogin der Caritas Fürth betreut den Stützpunkt für Senioren in der Kaiserstraße 109, der am 13. Oktober offiziell eröffnet wird.

Freilich, Beratung ist zunächst die Basis von Friederike Süß’ Tätigkeit. Der Stützpunkt ist Bestandteil des Projektstandortes St. Heinrich von „In der Heimat wohnen, Unter diesem Titel firmiert ein Modell barrierefreien Wohnens, das der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg und das kirchliche Wohnungsunternehmen Joseph-Stiftung entwickelt und inzwischen an rund 20 Orten verwirklicht haben.

In der Kaiserstraße besitzt die Joseph-Stiftung ein Gebäude mit 20 Mietwohnungen – sozialer Wohnungsbau, gedacht vornehmlich für Senioren. In den Haushalten leben ein bis zwei Personen, das Durchschnittalter beträgt 70 Jahre, die älteste Bewohnerin ist 96. Eine frei gewordene Wohnung hat die Stiftung der Caritas Fürth zur Verfügung gestellt.

Nach Umbau und Renovierung befindet sich dort nun Süß’ Büro. Hier wird sie Senioren beraten, ihnen Dienste und Unterstützungsleistungen vermitteln, wenn sie etwa pflegebedürftig werden.

Dabei versteht Süß sich als Ansprechpartnerin nicht nur für die Hausbewohner, sondern für das gesamte Viertel. Ihre Funktion benennt sie als „Quartiersmanagerin“. Ihr Stadtteil, die Südstadt, ist mit 25.000 Einwohnern besonders dicht besiedelt und stellt ein Viertel von Fürths Bevölkerung. Im Umfeld des Stützpunktes leben besonders viele alte Menschen. Die Pfarrei St. Heinrich – Kirche, Pfarrhaus, Gemeindezentrum und ebenfalls eine Wohnanlage sind unmittelbar benachbart – ist in die Arbeit einbezogen.

Überhaupt sucht Friederike Süß die Kooperation mit möglichst vielen Akteuren, nicht nur aus Caritas und Kirche. Mit dem Freiwilligenzentrum entwickelt sie das Konzept für einen Besuchsdienst. Auch mit Schulen und öffentlicher Bücherei sucht sie generationenübergreifend Kontakt. Angebote, die bereits bestehen, will sie nicht doppeln. „Im Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Josef gibt es bereits einen Senioren-Mittagstisch. So etwas werden wir dann nicht auch machen“, sagt Süß.

Die Möglichkeit hätte sie, denn der Stützpunkt umfasst zwei einladende Gemeinschaftsräume, der größere mit nagelneuer Küchenzeile. Sie können als Treffpunkt dienen – für die Hausbewohner und die Nachbarn. Infoveranstaltungen zu Themen des Alters will Süß hier durchführen.

Gruppen wird auch Hana Reinhardt anbieten. Die Caritas-Mitarbeiterin betreut die Fachstelle für pflegende Angehörige. Ihr schweben Beratungsstunden für pflegende Angehörige vor, die mit einer gleichzeitigen Betreuungsgruppe für Demenzkranke kombiniert sind. Denn sie weiß, dass dementiell Erkrankte nicht leicht zu motivieren sind, an einer solchen Gruppe teilzunehmen. „Wenn ein Angehöriger hierher geht, dann geht der Kranke eher mit.“

Die Beschäftigung mit Themen wie Demenz – darin sieht Süß die besondere Kompetenz ihrer Stelle. „Manchmal hat man den Eindruck, Demenz sei eine Krankheit der Angehörigen, denn viele Angebote richten sich an sie“, sagt Süß. „Wir wollen die Krankheit enttabuisieren, Verständnis für die Kranken wecken und die Kommunikation mit ihnen fördern.“ Fördermittel für eine Öffentlichkeitskampagne hat die Caritas Fürth beantragt.

Für die Caritas Fürth bedeutet, so deren Geschäftsführer Christian Hoffmann, die Beratungsstelle eine Neuausrichtung. Die Bedürfnisse der zahlenmäßig wachsenden älteren Bevölkerung müssten verstärkt berücksichtigt werden. „Unser Fernziel ist, dass die Einwohner im Quartier möglichst lange in ihren Wohnungen leben können, auch wenn sie Unterstützung nötig haben.“